Dr. Katja Bett // Expertin für E-Learning und Personalentwicklung

DR. KATJA BETT // EXPERTIN FÜR E-LEARNING UND PERSONALENTWICKLUNG

Aktivierende Methoden in Webinaren – neue Publikation GABAL Impulse

Wir drei Geschäftsführer der CLC GmbH: Konrad Fassnacht, Josef Buschbacher und ich (Katja Bett) haben wieder eine neue gemeinsame Veröffentlichung auf den Weg gebracht.

Diesmal im jährlich erscheinenden Buch GABAL Impulse – Präsentieren und Aktivieren. 18 Autoren haben in diesem Sammelband Beiträge für kreative Interventionen in Seminare, Workshops und Vorträgen erstellt. Und wir sind auch dabei.

Buchdeckel Gabal Impulse

 

Unser Thema: Aktivierende Methoden in Webinaren.

  • Zuerst beschreiben wir was die Besonderheiten des Trainings im virtuellen Raum sind und auf was Live-Online-Trainer achten müssen, wie z.B. der Aufbau der sozialen Präsenz, eine an den virtuellen Raum angepasste didaktische Konzeption oder auch die Berücksichtigung der technischen Besonderheiten.
  • Dann geht es konkret weiter mit didaktischen Tipps, Beschreibungen zu aktivierenden Methoden und konkreten Moderationsstrategien.

Die anderen 17 Beiträge sind auch alle spannend, das Buch lohnt sich.

eLearning Award 2016 – für Workplace Learning AUDI

Wir haben zum dritten Mal einen Award gewonnen. Diesmal für unser innovatives Blended Learning-Konzept, das wir für die Audi AG entwickelt haben. Aus ursprünglich 12 Tagen Präsenztraining haben wir eine 12wöchige Blended Learning Maßnahme entwickelt mit einem innovativen Lernpfad.

Der Lernpfad besteht aus einer Kombination von 3 Präsenztrainings und 12 Online-Wochen.

  • Gestartet haben wir mit einem Startworkshop,
  • dann folgten 6 einwöchige Online-Module, wobei jede Woche aus einer Selbstlernphase, Transferaufgaben und einem Webinar bestand,
  • dann kam wieder ein Präsenztraining,
  • gefolgt von 6 weiteren Online-Modulen mit derselben Struktur,
  • am Schluss fand wieder ein Präsenstraining statt.

Wir haben also die so genannte gerahmte Struktur im Blended Learning mit der kontinuierlich parallelen Struktur verknüpft.

Und wer wissen will, wie diese Strukturen genau aussehen, dazu gibt es mehrfach Publikationen von Katja Bett und Konrad Fassnacht im Netz, beispielsweise hier.

Lernmotivation – beim digitalen Lernen

Jochen Robes hat in seinem Weiterbildungsblog sein Webinar zum Thema Lernmotivation veröffentlicht. Ich finde er hat Recht: Über Lernmotivation wird in der Diskussion um digitales Lernen viel zu wenig nachgedacht. Pädagogische Psychologie wird sogar oft stiefmütterlich behandelt und die Technik und neue Trends – woher sie auch kommen mögen – bestimmen die Diskussion.

Für mich sehr interessant ist, dass Robes genau diesselbe Publikation zitiert, die ich in meinen Ausbildungskursen (Webinar-Trainer, Blended Learning Entwicklung, E-Tutoring, E-Moderation) auch immer wieder einsetze. Und zwar die Theorie von Deci & Ryan. Diese besagt, dass drei Komponenten eintreten müssen, damit die Lernmotivation beim Lernenden hoch ist:

1. Autonomie erleben (Rahmen und Ziele selber bestimmen, Lernumgebung selbständig gestalten und an die eigenen Bedürfnisse anpassen etc.)

2. Kompetenzuwachs erleben (Feedback erhalten vom Lernsystem, Adaptives Lernprogramm, Erfolgserlebnisse beim Lernen etc.)

3. Sozial eingebunden sein (sich mit anderen austauschen, in virtuellen Gruppen lernen und arbeiten, mit einem E-Tutor verbunden sein etc.)

Und es gibt eigentlich noch mehr dazu. Prenzel hat auf der Studie von Deci & Ryan aufgebaut und noch drei weitere Faktoren gefunden, die ebenso wichtig sind:

4. Relevanz (der Inhalt muss persönlich für mich relevant sein etc.)

5. Didaktische Qualität (das virtuelle Lernangebot muss eine hohe didaktische Qualität aufweisen etc.)

6. Interesse der Lehrperson (der E-Tutor muss mit Begeisterung dabei sein; es ist oft so, dass sich die Lernenden in digitalen Lernformaten am Kommunikationsstil des E-Tutors orientieren, daher nimmt dieser eine Vorbildfunktion ein etc.)

Und hier noch das Webinar von Jochen Robes:

 

 

Lernermotivation beim Digitalen Lernen. Herausforderungen und Ziele from Jochen Robes
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